DAUER
2 bis 3 Tage
Um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Stadtviertel zu entdecken.
BUDGET
500 bis 900 € / Paar
Für 3 Tage und 2 Nächte.
NICHT VERPASSEN
Der Mailänder Dom
Der Dom und vor allem seine beeindruckenden Dachterrassen.
REISEZEIT
Apr. bis Juni
Auch Sept. und Okt. Im Mai hatten wir Sonnenschein und milde Temperaturen.
Unser Tipp
Bucht zuerst die Besichtigung von Leonardo da Vincis Abendmahl, wenn es zu euren Prioritäten gehört, und danach euren Besuch des Mailänder Doms. Plant das restliche Programm rund um diese beiden ersten Buchungen.
Buchungslink für Leonardo da Vincis Abendmahl
Buchungslink für den Besuch des Mailänder Doms und seiner Dachterrassen

Was kann man in Mailand unternehmen? Unsere Ideen für Besichtigungen und Unternehmungen
Diese Liste ist nicht nach Wichtigkeit geordnet: Sie enthält Ideen für Besichtigungen und Aktivitäten, die wir selbst unternommen haben. Zwischen Kunst, Stadtvierteln, Architektur, Fußball und kulinarischen Pausen ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Sucht euch je nach Lust und verfügbarer Zeit etwas heraus, ohne zu versuchen, alles in drei Tage zu packen.
Unsere Karte mit allen Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten
Wir haben alle aufgeführten Orte auf einer Karte zusammengestellt. Sie hilft euch dabei, die verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Museen und Viertel zu finden und Besichtigungen zu kombinieren, die nah beieinanderliegen.
Eine kurze Anleitung: Wählt einen Ort aus, um die zugehörigen Informationen zu öffnen. Jede Nummer verweist auf die ausführliche Beschreibung weiter unten. Die Stadtviertel sind jeweils durch einen Orientierungspunkt markiert.
1. Der Mailänder Dom und seine Dachterrassen
Der Mailänder Dom ist die gotische Kathedrale der Stadt und gehört bei einem Besuch in Mailand einfach dazu. Übersehen könnt ihr ihn während eures Aufenthalts ohnehin kaum.
Der Bau begann 1386 und erstreckte sich über mehrere Jahrhunderte. Mit seinen Turmspitzen, Skulpturen und seinem Marmor in hellen und rosafarbenen Tönen zählt der Dom zu den Sehenswürdigkeiten der Altstadt, die ihr nicht verpassen solltet.
5 Bereiche können besichtigt werden:
- Das Innere des Doms, wo ihr die gewaltigen Säulen und das Licht bewundern könnt, das durch die bunten Glasfenster fällt.
- Die Dachterrassen, auf denen ihr zwischen den kunstvoll verzierten Turmspitzen spazieren könnt, während euch Mailand zu Füßen liegt (Zugang über Treppen oder mit dem Aufzug)).
- Das Dommuseum, in dem ihr die originalen Statuen und Glasfenster des Doms aus der Nähe betrachten könnt.
- Die Kirche San Gottardo, in der ihr ein Kreuzigungsfresko entdecken könnt, das der Schule Giottos zugeschrieben wird.
- Der archäologische Bereich, in dem ihr eine Reise ins 4. Jahrhundert unternehmen und die Überreste einer alten Taufkirche unter dem Domvorplatz erkunden könnt.
Wir empfehlen euch, früh zu kommen und möglichst ein Zeitfenster am frühen Morgen zu wählen, damit ihr nicht so lange warten müsst. In unserem Guide zum Mailänder Dom stellen wir euch ausführlich die verschiedenen Möglichkeiten vor, euren Besuch zu planen.
Unsere Empfehlung bleibt ein Besuch der Dachterrassen. Wenn ihr euch entscheiden müsst, solltet ihr euch diesen Teil unserer Meinung nach am ehesten ansehen.
Wir fanden sie wunderschön: Ihr seht die Skulpturen aus der Nähe, spaziert zwischen den Turmspitzen und genießt einen Panoramablick über Mailand.
Bei unserem Aufenthalt hatten wir uns für ein Kombiticket entschieden, mit dem wir den Dom, die Dachterrassen, das Museum, den archäologischen Bereich und die Kirche San Gottardo besuchen konnten.
Das Standard-Kombiticket: Dom, Dachterrassen, Museum und Kirche San Gottardo.
Im Inneren erwarten euch hohe Säulen, Gewölbe und große Glasfenster. Wenn ihr euren Besuch anschließend fortsetzen möchtet, findet ihr im Dommuseum Skulpturen, Glasfenster und Gegenstände zur Geschichte des Doms. Das Museum befindet sich im Palazzo Reale neben dem Dom und wurde 1953 eröffnet. Das Museum und die Kirche San Gottardo sind mittwochs geschlossen.
Für den Besuch des Doms solltet ihr Kleidung tragen, die Schultern und Knie bedeckt.
Für den archäologischen Bereich braucht ihr eine andere Ticketvariante oder müsst einen Aufpreis zahlen. Diesen Bereich muss man unserer Meinung nach nicht unbedingt besuchen.

Welches Ticket passt zu euch?
Damit euch die Wahl leichter fällt, stellen wir euch hier die drei Ticketvarianten vor. Für euren ersten Besuch empfehlen wir das Kombiticket mit Audioguide und bevorzugtem Einlass.
📌 Achtung: Die Dachterrassen des Doms sind sehr beliebt! Bucht eines der folgenden Tickets am besten im Voraus, damit ihr mehr Auswahl habt und ein passendes Zeitfenster findet.
Welches Angebot passt zu euch?
Die verschiedenen Optionen auf einen Blick.
Nur Dachterrassen
Um das Dach des Doms zu entdecken
- Zugang zu den Dachterrassen
- Je nach gewählter Option über die Treppe oder mit dem Aufzug
- Eintritt ins Innere des Doms nicht enthalten
- 16 € über die Treppe und 18 € mit dem Aufzug
Dom + Dachterrassen
Für eine umfassende erste Besichtigung
- Innenraum und Dachterrassen
- Museum und Kirche San Gottardo
- Audioguide optional zubuchbar
- 22 € über die Treppe oder 26 € mit dem Aufzug
Führung durch den Dom
Um das Bauwerk besser zu verstehen
- Führung und Eintrittskarten inklusive
- Zugang zu den Dachterrassen
- Je nach Angebot etwa 1 Std. 30 Min. bis 2 Std.
Wenn ihr nur den Innenraum besichtigen möchtet, könnt ihr das Ticket für den Dom ohne Dachterrassen wählen. Ob das Museum und der archäologische Bereich enthalten sind, hängt von der gewählten Option ab. Achtet bei einer Führung darauf, in welcher Sprache sie zu eurem Wunschtermin stattfindet: Es werden Führungen auf Französisch angeboten, aber nicht alle Angebote sind in denselben Sprachen verfügbar.
2. Das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci
Das letzte Abendmahl, eines der Meisterwerke, die ihr in Mailand sehen könnt, befindet sich im Refektorium des ehemaligen Klosters Santa Maria delle Grazie.
Leonardo da Vinci hat es direkt auf die Wand gemalt.
Das reguläre Ticket für Erwachsene kostet 15 €. Zum Schutz des Kunstwerks ist die Betrachtungszeit auf 15 Minuten begrenzt. Eine Reservierung ist das ganze Jahr über verpflichtend.
Seid 30 Minuten vor eurem gebuchten Zeitfenster mit eurem Ticket und einem Ausweisdokument vor Ort. Bei Verspätung könnt ihr euren Anspruch auf Einlass verlieren. Wenn ihr eine Führung gebucht habt, haltet euch an die vom Anbieter mitgeteilten Angaben zum Treffpunkt und zur Uhrzeit.
📌 Wenn für eure Reisedaten keine Tickets mehr verfügbar sind, bucht eine Führung. Für Führungen sind Plätze reserviert.
3. Das Castello Sforzesco und seine Museen
Das Castello Sforzesco liegt am Ende der Via Dante, der großen Einkaufsstraße, die vom Viertel rund um den Dom ausgeht. In dieser Festung, die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet wurde, könnt ihr das Mailänder Kulturerbe kennenlernen, bevor ihr weiter in die moderneren Viertel zieht.
Die Innenhöfe sind kostenlos zugänglich. In den Museen könnt ihr euren Besuch fortsetzen und unter anderem die Rondanini-Pietà von Michelangelo entdecken. Auch Leonardo da Vinci arbeitete für den Hof der Sforza und gestaltete die Sala delle Asse, die derzeit wegen Restaurierungsarbeiten für die Öffentlichkeit geschlossen ist.
Wenn ihr die Museen besuchen möchtet, könnt ihr hier euer Ticket mit digitalem Audioguide buchen.

Zur Vorbereitung auf euren Besuch findet ihr hier unseren Guide zum Castello Sforzesco.
4. Die Scala, das Opernhaus und sein Museum
Die Scala gehört zu den großen Opernbühnen der Welt. Sie liegt nur wenige Schritte vom Dom entfernt und ist auch dann einen Abstecher wert, wenn ihr keine Vorstellung besuchen möchtet. In ihrem Museum könnt ihr das musikalische Erbe Mailands anhand der Geschichte des Theaters und der Komponisten und Interpreten entdecken, die es geprägt haben.
Ob ihr von den Logen aus einen Blick in den Zuschauerraum werfen könnt, hängt von den Proben, Vorstellungen und Veranstaltungen ab. Für uns ist das der interessanteste Teil des Besuchs. Wir empfehlen euch, vorab zu prüfen, ob ihr an eurem Wunschtag den Zuschauerraum sehen könnt.
Die Führung durch das Museum und das Theater dauert etwa eine Stunde.

5. Die Galleria Vittorio Emanuele II
Die Galleria Vittorio Emanuele II ist eine überdachte Passage aus dem 19. Jahrhundert. Wir haben ihr riesiges Glasdach, ihre Kuppel und ihre Bodenmosaike bewundert. Auch wenn ihr nicht zum Shoppen kommt, empfehlen wir euch, bei eurem Spaziergang durch die Altstadt durch diese Passage zu schlendern.
In der Galleria gibt es Restaurants und Luxusboutiquen, darunter Prada und Armani. Gekauft haben wir dort natürlich nichts. Wir sind einfach vom Domplatz aus durch die Passage bis zur Scala gegangen.
Unser Tipp: Wir sind am nächsten Morgen ganz früh noch einmal in die Galleria gegangen, bevor die Geschäfte öffneten und die Menschenmassen kamen.
Eine gute Gelegenheit, ihre Architektur in aller Ruhe zu genießen.

Wenn ihr euren Rundgang durch die Passage mit einem Ausstellungsbesuch verbinden möchtet, bietet sich das Osservatorio der Fondazione Prada an, das sich in der Galleria befindet. Es handelt sich um einen separaten Ausstellungsort, nicht um den weiter unten vorgestellten Hauptstandort am Largo Isarco.
6. Die Gassen von Brera
Nach einem köstlichen Essen, wie so oft in Italien, sind wir durch das Viertel Brera geschlendert. Es hat uns gefallen, durch die Gassen zu spazieren und die bunten Fassaden der Mailänder Häuser zu bewundern. Das Viertel lässt sich zu Fuß erkunden und bietet eine angenehme Auszeit zwischen den großen Besichtigungen während eures Aufenthalts.
Wir empfehlen euch, hier Zeit für einen Spaziergang, einen Kaffee oder ein Mittagessen einzuplanen. Wenn ihr gerne an Führungen teilnehmt, verbindet das im nächsten Punkt vorgestellte Angebot das Viertel mit der Pinakothek.

7. Die Meisterwerke der Pinakothek Brera
Unter den Mailänder Museen ist die Pinakothek Brera eine gute Wahl, wenn ihr euch während eures Aufenthalts auch der italienischen Malerei widmen möchtet. Sie beherbergt unter anderem Werke berühmter Maler wie Raffael, Caravaggio und Hayez. Plant ausreichend Zeit für den Besuch ein, statt nur kurz zwischen zwei Stadtvierteln vorbeizuschauen.
Wenn ihr euch zwischen dieser Sammlung und den anderen Galerien entscheiden möchtet, schaut euch unsere Auswahl an Museen in Mailand an. Die Führung durch die Pinakothek und das Viertel Brera verbindet die wichtigsten Werke mit einem Spaziergang durch die Gassen.

8. Die Navigli zur Aperitivo-Zeit
Ein Spaziergang am Wasser gehört für uns unbedingt dazu. Hier herrscht eine ganz andere Atmosphäre als im Zentrum mit seinen imposanten Bauwerken. Wir empfehlen euch, an den Kanälen entlangzuschlendern und euch Zeit zu nehmen, die Geschäfte und Fassaden am Wasser zu betrachten.
Plant dieses Viertel als letzte Station eurer Route ein, um den Tag dort ausklingen zu lassen: Ihr könnt auf einen Aperitivo oder zum Abendessen bleiben, statt gleich wieder zum Dom zurückzukehren. Unsere Empfehlung für Pizza in der Gegend findet ihr weiter unten.

Um die Kanäle vom Wasser aus zu entdecken, wird auch eine Bootsfahrt mit Aperitivo angeboten. Sie dauert etwa 50 Minuten und beinhaltet ein Getränk und Snacks. Es ist eine kurze Fahrt auf den städtischen Kanälen; nehmt euch auch Zeit für einen Spaziergang am Ufer.
9. Die Piazza del Duomo
Die Piazza del Duomo ist der ideale Ausgangspunkt, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Mailand zu entdecken. Geht ein Stück zurück, um die Fassade des Doms zu betrachten, und schaut euch dann nach der Galerie, dem Palazzo Reale und dem Museo del Novecento um, die alle ganz in der Nähe liegen.
Wir empfehlen euch, zu einer anderen Tageszeit noch einmal wiederzukommen: Das Licht und die Atmosphäre verändern sich stark. Den Platz könnt ihr kostenlos erkunden, auch wenn ihr für die umliegenden Sehenswürdigkeiten jeweils eine eigene Eintrittskarte benötigt.

10. Eine Pause im Parco Sempione
Hinter dem Sforza-Schloss bietet der Parco Sempione Gelegenheit für eine Pause im Grünen. Durchquert ihn bis zum Arco della Pace, dem großen Bogen, der diese Sichtachse abschließt. Dieser kostenlose Spaziergang lässt sich nach der Schlossbesichtigung ganz einfach in einen Tag im Zentrum einbauen.
Ihr könnt auch die Triennale besuchen, die am Rand des Parks liegt und die wir weiter unten vorstellen. Wir empfehlen euch, diesen Spaziergang bei schönem Wetter zu machen und euch die Museen für die heißesten Stunden oder für Regentage aufzuheben.
11. Die Säulen und die Basilika San Lorenzo
Hier erwartet euch eine weitere Sehenswürdigkeit, die sich von vielem unterscheidet, was ihr sonst in Mailand zu sehen bekommt. Die Basilika San Lorenzo Maggiore stammt aus der Spätantike, aus der Zeit zwischen dem Ende des 4. und dem Beginn des 5. Jahrhunderts. Sie zählt zu den ältesten Kirchen Mailands. Die dem heiligen Laurentius geweihte Kirche wurde unter Wiederverwendung von Baumaterial aus römischen Bauwerken errichtet.
Vor der Kirche entdeckt ihr die sechzehn Säulen von San Lorenzo. Im Inneren des Komplexes sind in der Kapelle Sant’Aquilino unter anderem alte Mosaiken erhalten. Wir empfehlen euch diesen kostenlosen Zwischenstopp auf dem Weg zu den Navigli: Hier könnt ihr ohne großen Umweg Mailands antikes Erbe entdecken.

12. Die Basilika Sant’Ambrogio
Mit ihrem großen Atrium und ihren zwei Glockentürmen rundet Sant’Ambrogio die Erkundung der Mailänder Kirchen und ihres religiösen Erbes ab. Diese Basilika ist eng mit Ambrosius, dem Schutzpatron der Stadt, verbunden und ein schöner Ort, um die romanische Architektur kennenzulernen.
Wir empfehlen euch, den Besuch mit dem Museum für Wissenschaft und Technik ganz in der Nähe zu verbinden, besonders wenn ihr mit der Familie nach Mailand reist.

13. Die Fresken von San Maurizio
In San Maurizio al Monastero Maggiore bedecken Fresken die Wände und Gewölbe. Diese Kirche am Corso Magenta lohnt einen Besuch, wenn ihr Renaissancekunst und Orte mögt, die von der Straße aus nicht sofort ins Auge fallen.
Die Öffnung wird von Ehrenamtlichen ermöglicht, daher können sich die Öffnungszeiten gelegentlich ändern. Informiert euch am Tag eures Besuchs noch einmal. Wir empfehlen euch diesen Abstecher auf dem Weg zwischen dem Schloss und Santa Maria delle Grazie.
Der Eintritt ist kostenlos.

14. Die Pinacoteca Ambrosiana und die Zeichnungen von Leonardo da Vinci
Die Ambrosiana bietet euch mit Blättern aus dem Codex Atlanticus die Gelegenheit, Leonardo da Vinci noch näher kennenzulernen. Die Sammlung umfasst auch Gemälde großer Meister, darunter Caravaggio. Ein Kulturtipp für alle, die sich für Kunstwerke ebenso begeistern wie für Ideengeschichte.
Da es in Mailand viele Museen gibt, helfen wir euch beim Vergleich der Sammlungen in unserem Guide zu den Museen in Mailand.
15. Das Museum für Wissenschaft und Technik
Das Museo Nazionale Scienza e Tecnologia Leonardo da Vinci ist ein ganz anderes Museum als die Gemäldegalerien. Hier entdeckt ihr Leonardos Erfindungen und Arbeiten, aber auch die Themen Verkehr, Energie und Raumfahrt. Ein ideales Ausflugsziel, wenn ihr Mailand mit der Familie besucht.
Wir empfehlen euch, mehrere Stunden für diesen Besuch einzuplanen. Beachtet, dass bestimmte Angebote, etwa die Besichtigung des U-Boots von innen, eine gesonderte Reservierung erfordern und nicht mit dem regulären Museumseintritt verwechselt werden sollten. Von außen könnt ihr das U-Boot mit dem Museumsticket besichtigen.

16. Das Museo del Novecento
Das Museo del Novecento im Arengario am Domplatz widmet sich der Kunst des 20. Jahrhunderts. Wir empfehlen euch dieses Museum für moderne Kunst, wenn euch Werke des 20. Jahrhunderts mehr ansprechen als Renaissance-Sammlungen.
Dank seiner Nähe zum Dom lässt sich das Museum leicht in euer Besichtigungsprogramm für die Innenstadt einbauen. Ihr findet es auch in unserer Auswahl an kulturellen Sehenswürdigkeiten. Es werden Tickets mit Audioguide fürs Smartphone angeboten. Prüft, was die jeweilige Ticketoption beinhaltet, und beachtet die Hinweise zum Herunterladen.
17. Die Ausstellungen im Palazzo Reale
Der Palazzo Reale direkt neben dem Dom zeigt große Wechselausstellungen. Ob sich dieser Kulturbesuch für euch lohnt, hängt vom Ausstellungsprogramm ab. Schaut euch deshalb die angekündigte Ausstellung an, bevor ihr Zeit für diesen Ort einplant.
Preise und Tickets variieren je nach Ausstellung. Mehr über den Palast und seine Besichtigung erfahrt ihr in unserem Artikel über den Palazzo Reale in Mailand. Verwechselt ihn nicht mit dem Dommuseum, das sich ebenfalls im Palastkomplex befindet.

18. Zeitgenössische Kunst in der Fondazione Prada
Die Fondazione Prada zeigt euch mit zeitgenössischer Kunst und Architektur eine andere Seite der Stadt. Ihr Hauptstandort befindet sich in einer ehemaligen Destillerie, die vom Architekturbüro OMA von Rem Koolhaas umgestaltet wurde und historische Gebäude mit zeitgenössischen Bauten verbindet.
Sie liegt südlich des Zentrums. Plant daher eine gesonderte Anfahrt ein. Unser Guide zur Fondazione Prada in Mailand hilft euch bei der Planung eures Besuchs. Das angebotene Ticket gilt für den Mailänder Standort am Largo Isarco. Das Osservatorio in der Galleria Vittorio Emanuele II ist ein weiterer Ausstellungsort, dessen Eintritt von der gewählten Ticketoption abhängt.

19. Der Monumentalfriedhof
In Italien laden Friedhöfe zum Spazierengehen ein und lassen sich wie ein Skulpturenmuseum unter freiem Himmel erkunden. Die Grabdenkmäler, Mausoleen und das Famedio geben euch anhand des künstlerischen Erbes Einblicke in die Geschichte Mailands. Der Eintritt ist kostenlos.
Wenn ihr mehr über die Denkmäler und die Familien erfahren möchtet, die sie in Auftrag gegeben haben, könnt ihr an einer etwa 1 Std. 30 Min. langen Führung teilnehmen. Dabei bezahlt ihr für die Führung, denn der Zugang zum Friedhof ist kostenlos.
Zur Vorbereitung auf euren Besuch findet ihr hier unseren Guide zum Monumentalfriedhof.

20. Ein kulinarischer Spaziergang durch Chinatown
Rund um die Via Paolo Sarpi bietet Chinatown eine andere Atmosphäre für euren Aufenthalt: Geschäfte, kleine Lokale und ein Spaziergang durch ein lebendiges Viertel. Dieser Streifzug durch die nördlichen Stadtviertel lässt sich gut mit einem Besuch des nahe gelegenen Monumentalfriedhofs verbinden.
Wir empfehlen euch diese Gegend, wenn ihr bei euren kulinarischen Pausen etwas Abwechslung sucht und das von großen Baudenkmälern geprägte Zentrum hinter euch lassen möchtet. Tipps für einen Bummel durch die Straßen und weitere Besichtigungen findet ihr in unserem Guide zu Chinatown in Mailand.

21. Porta Nuova und Isola rund um den Bosco Verticale
Um Mailands zeitgenössische Architektur zu entdecken, besucht Porta Nuova, die Piazza Gae Aulenti und das Viertel Isola. Die Hochhäuser, die öffentlichen Plätze und der Park Biblioteca degli Alberi bilden einen Kontrast zum historischen Zentrum.
Die beiden begrünten Türme des Bosco Verticale sind Wohngebäude, die ihr von außen bewundern könnt. Wir empfehlen euch, diesen Spaziergang für einen zusätzlichen Tag einzuplanen oder ihn mit dem Besuch des Monumentalfriedhofs zu verbinden.

22. Das Modeviereck
Die Via Monte Napoleone und die umliegenden Straßen bilden das Modeviereck. Hier findet ihr die großen Luxusmarken mit ihren Schaufenstern und einige schöne Paläste. Wenn ihr eher aus Neugier als zum Shoppen kommt, reicht ein Spaziergang durch dieses Einkaufsviertel aus.
Die Gegend liegt in der Nähe des Viertels Brera und von San Babila. Wenn euch Mode interessiert, empfehlen wir euch diesen Abstecher. Danach könnt ihr wieder in die Viertel zurückkehren, in denen eure weiteren Besichtigungen geplant sind.
23. San Siro für Fußballfans
Für Fußballfans lohnt es sich, für einen Besuch im Stadion San Siro einen eigenen Programmpunkt einzuplanen. Im Stadion von AC Milan und Inter könnt ihr das Museum und bestimmte Stadionbereiche besichtigen. Welche Bereiche zugänglich sind, kann je nach Spielen, Konzerten und dem Betrieb am jeweiligen Tag variieren.
Das Stadion liegt im Westen Mailands und ist unter anderem mit der Linie M5 erreichbar. Plant einschließlich der Anfahrt einen halben Tag ein, statt den Besuch zwischen zwei Besichtigungen im Zentrum einzuschieben. Das Besichtigungsticket berechtigt nicht zum Besuch eines Spiels.
24. Das Beinhaus von San Bernardino alle Ossa
Nur wenige Minuten vom Dom entfernt beherbergt San Bernardino alle Ossa eine Kapelle, deren Wände mit menschlichen Gebeinen geschmückt sind. Dieser ungewöhnliche, kurze Besuch lässt sich gut in euren Spaziergang durch das historische Zentrum einbauen.
Wir empfehlen euch, vor dem Betreten zu bedenken, um was für einen Ort es sich handelt, besonders wenn ihr mit kleinen Kindern unterwegs seid.

25. Die Piazza Mercanti
Die Piazza Mercanti, der Platz der Kaufleute, gehört zu den Stationen unseres Stadtrundgangs. Ganz in der Nähe des Doms erinnern ihre Gebäude an das mittelalterliche Mailand. Dieser historische Platz bildet einen Kontrast zum riesigen Domplatz.
Wir empfehlen euch, auf dem Weg zur Via Dante und zum Schloss hier vorbeizuschauen. Dieser kostenlose Zwischenstopp lässt sich ganz einfach und ohne Reservierung einplanen.

26. Leonardo da Vincis Erfindungen im Museum Leonardo3
Das Museum Leonardo3 am Eingang der Galerie auf der Seite der Piazza della Scala stellt Leonardos Erfindungen anhand von Modellen und interaktiven Stationen vor. Dieser Besuch rund um Leonardos Erfindungen lässt sich gut in einen Tag in der Altstadt einplanen.
Dieses Museum ist nicht mit dem Nationalmuseum für Wissenschaft und Technik zu verwechseln. Wir vergleichen die beiden in unserem Museumsführer für Mailand. Entscheidet danach, wie viel Zeit ihr habt und wie sehr euch die Erfindungen interessieren.
27. Italienisches Design in der Triennale
Die Triennale Milano am Rand des Parco Sempione ist eines der Museen, die für euch infrage kommen, wenn ihr in Mailand Design und Architektur entdecken möchtet. Das Museum für italienisches Design zeigt Objekte, die von der Geschichte der italienischen Gestaltung und Industrie erzählen.
28. Die Sammlung des Museums Poldi Pezzoli
Das Museum Poldi Pezzoli in der Nähe der Scala vereint Renaissancegemälde, Waffen und Kunstgegenstände im ehemaligen Wohnhaus eines Sammlers. Wir empfehlen euch dieses Museum in einem historischen Wohnhaus, wenn ihr vielseitige Kunstsammlungen in einem eher persönlichen Rahmen mögt.
Es gehört zu unserer Auswahl an Museen in Mailand. Bei einigen Varianten des YesMilano Pass könnt ihr es als eines der enthaltenen Museen auswählen. Vergleicht den Preis des Passes mit den Kosten der Besuche, die ihr tatsächlich plant, und prüft anschließend in der App, welche Reservierungen erforderlich sind.

29. Die optische Täuschung in San Satiro
In Santa Maria presso San Satiro nahe der Via Torino spielt Bramantes Chorraum mit der Perspektive und erweckt so den Eindruck räumlicher Tiefe. Diese kleine Kirche in der Altstadt kann bei einem Spaziergang rund um den Dom leicht unbemerkt bleiben.
Wir empfehlen euch, auf dem Weg zwischen dem Dom und dem Viertel um San Lorenzo hineinzugehen, sofern die Öffnungszeiten und Gottesdienste es zulassen. Der Besuch ergänzt die Dombesichtigung gut, ohne dass ihr dafür einen großen Umweg machen müsst.

30. Unsere Restauranttipps für Mailand
Die Mailänder Küche kennenzulernen gehört auch zum Aufenthalt dazu: Ihr könnt ein Risotto alla milanese, eine Cotoletta oder einen Aperitivo probieren und zwischendurch Pasta, Pizza und Eis genießen, die wir in Italien so lieben.
In Mailand haben wir, wenig überraschend, sehr gut gegessen! Hier sind unsere Empfehlungen, die ihr je nach Viertel, in dem ihr gerade unterwegs seid, einplanen könnt:
- Pasto, Laboratorio di pasta con cucina: ein kleines Pastarestaurant in der Via Zecca Vecchia, in der Nähe des Doms. Die Pasta hat uns dort ausgezeichnet geschmeckt.
- Pizzium, Via Vigevano: eine unserer Top-Adressen für Pizza, mit frischen Zutaten und Zubereitung von Hand. Praktisch für ein Abendessen, wenn ihr im Navigli-Viertel unterwegs seid.
- Flower Burger, im Viertel Brera: Corso Garibaldi, 34. Ihre pflanzlichen Burger haben uns sehr gut gefallen und ausgezeichnet geschmeckt.
- OGGI Gelato Milano, heute VERO: Corso Garibaldi, 60. Bei unserem Aufenthalt haben uns das Eis und die originellen Sorten gut gefallen.

Wenn ihr Spezialitäten bei einer geführten Tour entdecken möchtet, verbindet ein kulinarischer Spaziergang durch Brera die Erkundung des Viertels mit mehreren Verkostungen. Prüft, welche Speisen enthalten sind, und informiert den Anbieter über Allergien oder Ernährungseinschränkungen.
31. Das Zentrum bei einem geführten Stadtrundgang entdecken
Wenn wir eine neue Stadt erkunden, beginnen wir gerne mit einer Free Walking Tour. Kennengelernt haben wir diese Rundgänge auf unserer Weltreise, und wir wurden bisher nie enttäuscht.
Wir lieben die Einblicke in Geschichte, Kultur und Architektur, die man bei einem Stadtrundgang mit einem einheimischen Guide bekommt. Meist gibt es auch gute Tipps, wo man essen oder etwas trinken gehen kann. Bei diesem Rundgang durch Mailand könnt ihr euch einen Überblick über die Altstadt verschaffen, bevor ihr auf eigene Faust weiter auf Entdeckungstour geht.
Die Free Walking Tour
Ihr könnt eine Free Walking Tour auf Civitatis buchen. Die Buchung ist kostenlos, und der Guide wird durch die Trinkgelder bezahlt, die am Ende gegeben werden. Die verlinkte Tour findet auf Englisch statt, dauert etwa 2 Std. bis 2 Std. 45 Min. und stellt die Sehenswürdigkeiten im Zentrum von außen vor, ohne Eintrittskarten.
Unser Rundgang in Mailand dauerte etwa zwei Stunden. Hier sind die wichtigsten Stationen unserer Route:
- Die Piazza del Duomo, unser Treffpunkt.
- Die Basilika San Nazaro in Brolo.
- Die Universität Statale.
- Zurück zur Piazza del Duomo.
- Die Galleria Vittorio Emanuele II.
- Die Piazza della Scala.
- Die Piazza Mercanti, der Platz der Kaufleute.

Die Führung mit Besichtigung des Abendmahls
Wenn ihr auch ein Bauwerk von innen besichtigen möchtet, bietet GetYourGuide eine dreistündige Führung mit Besichtigung des Abendmahls und einem Spaziergang durch das Zentrum an. Die Führung findet auf Englisch statt. Sie beginnt an Santa Maria delle Grazie und führt unter anderem am Schloss, am Dom, an der Galleria und an der Scala vorbei. Die Innenbesichtigungen des Doms und der Scala sind nicht inbegriffen. Wenn ihr euch für diese Variante entscheidet, ersetzt sie die separate Buchung für das Abendmahl in unserem Routenvorschlag.
Praktische Infos für eure Reiseplanung
Buchungen, Budget und Verkehrsmittel für euren Aufenthalt.
- Das Abendmahl: Führung inklusive Eintrittskarte buchen. Legt diesen Besichtigungstermin zuerst fest.
- Der Dom: Eintritt für den Dom und die Dachterrassen buchen. Wählt zwischen Treppe und Aufzug.
- Ein Stadtrundgang: Führung mit Besichtigung des Abendmahls buchen oder die Free Walking Tour wählen.
- Dauer: 2 bis 3 Tage.
- Vor Ort: 500 bis 900 € für ein Paar für 3 Tage und 2 Nächte, einschließlich eines gemeinsam genutzten Zimmers, Mahlzeiten, öffentlicher Verkehrsmittel in der Stadt und mehrerer Besichtigungen. Das entspricht bei einer Reise zu zweit 250 bis 450 € pro Person.
- Mit dem Zug ab Paris: Plant als Richtwert 100 bis 300 € pro Person für die Hin- und Rückfahrt ein. SNCF Connect oder Trenitalia.
- Mit dem Flugzeug ab Frankreich: Plant als Richtwert 80 bis 220 € pro Person für den Hin- und Rückflug ein, ohne Aufgabegepäck. Hinzu kommt der Transfer zwischen dem Flughafen und Mailand.
- Linate: mit der U-Bahn-Linie M4 nach San Babila im Zentrum.
- Malpensa: Mit dem Malpensa Express nach Cadorna oder Centrale, 15 € für eine einfache Fahrt pro Erwachsenem.
- Bergamo: Mit dem Shuttlebus nach Milano Centrale, etwa 1 Stunde. Unser Guide zum Transfer.
- In der Stadt: Im Zentrum zu Fuß, für längere Strecken mit der U-Bahn. Fahrkarte für das Stadtgebiet: 2,20 €. Preise und Tipps in den FAQ.
Wir haben im INTOMILAN Galleria Duomo I Boutique & Design Aparthotel übernachtet, nur wenige Gehminuten vom Dom entfernt. Uns haben das geräumige Zimmer und die zentrale Lage gut gefallen.
Unser Programm für 2 oder 3 Tage
Um Mailand in 2 Tagen zu erkunden, bündeln wir die Sehenswürdigkeiten und Viertel nach ihrer Lage. Wenn ihr 3 Tage bleibt, könnt ihr zwischen dem Norden der Stadt und dem Comer See wählen.
Tag 1
Dom und Dachterrassen
Plant 2 bis 3 Stunden für den Dom und das Dach ein. Zu den Highlights gehört die goldene Madonnina. Schlendert anschließend durch die überdachte Passage, deren Eingang an der Nordseite des Platzes liegt.
Galleria Vittorio Emanuele II
Haltet unter der Kuppel nach dem Stier im Bodenmosaik Ausschau. Um zum Pasto zu gelangen, geht ihr zurück zum Dom und dann nach Südwesten in Richtung Via Torino und Via Zecca Vecchia. Der Fußweg dauert etwa 10 Minuten.
Pasta bei Pasto
Unser Tipp, besonders fürs Mittagessen: Via Zecca Vecchia, 4. Geht nach der Pause zurück zur Galerie; ihr Nordausgang führt auf die Piazza della Scala.
Die Scala
Plant 45 Min. bis 1 Std. für das Museum und einen Blick in den Zuschauerraum ein, sofern die Proben es erlauben. Geht anschließend über die Via Verdi und die Via Brera weiter: Das Viertel liegt ganz in der Nähe.
Brera
Lasst euch Zeit für die Gassen und eine Pause am Corso Garibaldi. Wenn ihr die Pinakothek besuchen möchtet, plant dafür 1 Std. 30 Min. bis 2 Std. ein und kürzt den Besuch der Scala entsprechend.
Tag 2
Das Abendmahl, das Schloss und die Navigli
Von der Gegend rund um Santa Maria delle Grazie bis zu den Kanälen.
Mehr erfahren →Das Abendmahl
Seid 30 Min. vor eurem gebuchten Zeitfenster vor Ort; für die Besichtigung des Werks habt ihr 15 Min. Zeit. Geht anschließend nach Nordosten in Richtung Cadorna und dann zur Piazza Castello. So erreicht ihr das Schloss in 15 bis 20 Min.
Schloss und Parco Sempione
Durchquert die kostenlos zugänglichen Innenhöfe und geht dann hinter das Schloss, wo ihr in den Park gelangt. Esst in der Gegend zu Mittag. Um zu San Maurizio zu gelangen, geht ihr wieder nach Süden in Richtung Corso Magenta.
San Maurizio und Sant’Ambrogio
Lasst euch in San Maurizio den Nonnenchor nicht entgehen. Geht weiter nach Südwesten bis Sant’Ambrogio und dann nach Südosten in Richtung San Lorenzo.
San Lorenzo
Macht einen Zwischenstopp bei den Säulen. Folgt dann dem Corso di Porta Ticinese zur Darsena und weiter zum Naviglio Grande: Die Kanäle sind etwa fünfzehn Gehminuten entfernt.
Navigli
Schaut euch den Vicolo dei Lavandai an und genießt anschließend einen Aperitivo. Zum Abendessen könnt ihr ins nahe gelegene Pizzium in der Via Vigevano 33 gehen. Eine Bootsfahrt kann einen Teil des Spaziergangs ersetzen.
Tag 3
Mailand oder Comer See: Ihr habt die Wahl
Entscheidet euch für Mailands Stadtviertel oder einen Ausflug an den Comer See.
Monumentalfriedhof, Chinatown und Porta Nuova
Entdeckt am Vormittag den Famedio und die Skulpturen auf dem Friedhof. Geht zum Mittagessen zu Fuß zur Via Paolo Sarpi und anschließend weiter nach Porta Nuova, zum Bosco Verticale und nach Isola.
Ein Tag am Comer See
Fahrt früh mit dem Zug nach Varenna und von dort mit dem Boot nach Bellagio, bevor ihr nach Mailand zurückkehrt. Ihr könnt auch einen organisierten Tagesausflug buchen.
Weitere InformationenDie Route im Detail, Tag für Tag
Bei unserem Aufenthalt hatten wir die Besichtigungen auf drei Tage verteilt, mit einer kostenlosen Stadtführung am zweiten Tag und einem Tag mit dem Fahrrad, an dem wir das Schloss, das Abendmahl, San Lorenzo und die Navigli miteinander verbunden haben. Unsere Route für Mailand in 2 oder 3 Tagen umfasst die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und bietet dann zwei Optionen für den dritten Tag. Die unten angegebenen Zeitspannen dienen als Orientierung für eure Planung. Das Zeitfenster für die Besichtigung des Abendmahls bestimmt die Reihenfolge am zweiten Tag.
Tag 1: Dom, Scala und Brera
Am Vormittag: im Dom und auf den Dachterrassen
Wir empfehlen euch, 2 bis 3 Stunden für den Dom und die Dachterrassen einzuplanen. Drei Details verdienen besondere Aufmerksamkeit:
- Die goldene Madonnina: die Statue auf der Spitze des höchsten Turms. Haltet von den Dachterrassen aus nach ihr Ausschau.
- Der gehäutete heilige Bartholomäus: die Skulptur von Marco d’Agrate im Bereich des Chors. Ihre Darstellung des Körpers gehört zu den außergewöhnlichsten Details des Doms.
- Die Mittagslinie: eine feine Messinglinie im Boden nahe dem Eingang, entlang derer die Tierkreiszeichen abgebildet sind. Diese Vorrichtung zeigt den Sonnenmittag an.
Eintrittskarte: Bucht den Dom mit den Dachterrassen. Wenn ihr wenig Zeit habt, beschränkt euch auf diese beiden Besichtigungen und hebt euch das Museum für einen anderen Aufenthalt auf. Nach dem Besuch erwartet euch die Galerie direkt nördlich des Platzes.

Die Galleria Vittorio Emanuele II und danach eine Pause bei Pasto
Plant 20 bis 30 Minuten für die Galerie ein. Sucht unter der Kuppel nach dem Stiermosaik, dem Symbol Turins: Um dieses Detail im Boden hat sich der Brauch entwickelt, sich auf der Ferse zu drehen. Der Zugang zur Galerie ist kostenlos; durch die Geschäfte könnt ihr auch einfach nur kurz schlendern.
Geht zum Mittagessen zurück in Richtung Dom und dann nach Südwesten, zur Via Torino und Via Zecca Vecchia. Pasto mit der Hausnummer 4 ist etwa 10 Gehminuten entfernt. Die Pasta dort hat uns sehr gut geschmeckt. Geht nach dem Essen wieder zur Galerie und durchquert sie bis zur Piazza della Scala.
Ein Abstecher zur Scala
- Im Museum sehenswert: der Steinway-Flügel von Franz Liszt im Esedra-Saal.
- Das Highlight: der Blick von den Logen in den Zuschauerraum, sofern die Proben und der Theaterbetrieb es zulassen.
- Zeit einplanen: 45 Minuten bis 1 Stunde für das Museum. Der Eintritt ist kostenpflichtig; reserviert ein Zeitfenster, wenn ihr euch für eine Führung entscheidet. Mit der Museumseintrittskarte könnt ihr keine Vorstellung besuchen.
Geht von der Scala aus über die Via Verdi und anschließend die Via Brera weiter. Schon nach wenigen Straßen erreicht ihr das Viertel Brera.

Den Tag in den Gassen von Brera ausklingen lassen
Plant 45 Minuten bis 1 Stunde für das Viertel ein. Haltet im Palazzo di Brera nach der Statue Napoleons als friedensstiftender Mars im Innenhof Ausschau. Diesen Zwischenstopp verpasst ihr leicht, wenn ihr auf der Straße bleibt.
- Wenn ihr die Pinakothek besucht: Plant 1 Stunde 30 Minuten bis 2 Stunden ein und schaut euch vor allem „Die Beweinung Christi“ von Mantegna, „Die Vermählung Mariä“ von Raffael und „Der Kuss“ von Hayez an. Haltet dafür den Besuch im Museum der Scala etwas kürzer.
- Für eine Pause: Flower Burger findet ihr am Corso Garibaldi 34. Unter der Hausnummer 60 findet ihr VERO, also die Eisdiele OGGI, die uns gut gefallen hat.
Tag 2: Das Abendmahl, das Schloss und die Navigli
Begegnung mit dem Abendmahl
Die Besichtigung ist kurz: Statt nach allen Einzelheiten zu suchen, konzentriert euch auf die beiden Betrachtungsweisen, die das Werk besonders interessant machen.
- Die Reaktionen der Apostel: Zu beiden Seiten Jesu bringen ihre Gesten die Reaktion auf die Ankündigung des Verrats zum Ausdruck.
- Die Perspektive: Die Linien des Gemäldes verlängern optisch das Refektorium und lenken den Blick zur Mitte.
- Organisation: Eine Reservierung ist erforderlich. Bringt einen Ausweis mit und seid 30 Min. vor eurem Zeitfenster vor Ort. Vor dem Werk dürft ihr 15 Min. bleiben; plant insgesamt etwa 1 Std. ein.
Wählt eine Führung mit Eintrittskarte für das Abendmahl oder den dreistündigen geführten Spaziergang, bei dem der Eintritt ebenfalls enthalten ist. Bei Letzterem müsst ihr das Abendmahl nicht separat reservieren. Wenn ihr auf eigene Faust weitergehen möchtet, geht nach Nordosten in Richtung Cadorna und dann zur Piazza Castello: Das Schloss erreicht ihr in 15 bis 20 Min.

Das Castello Sforzesco und eine Pause im Park
- Die kurze Variante: 30 bis 45 Min. in den frei zugänglichen Schlosshöfen, danach 30 bis 45 Min. im Park hinter dem Schloss.
- Wenn ihr die Museen besucht: Die Pietà Rondanini, Michelangelos letzte, unvollendet gebliebene Skulptur, gehört zu den Höhepunkten. Plant 1 Std. 30 Min. bis 2 Std. ein. Ihr braucht eine kostenpflichtige Eintrittskarte und solltet die anderen Stopps kürzer halten.
- Im Park: Der Arco della Pace markiert das nordwestliche Ende. Ihr könnt diesen Spaziergang abkürzen, wenn ihr lieber die Museen besuchen möchtet.
Nach dem Mittagessen in der Gegend geht ihr wieder nach Süden in Richtung Corso Magenta, um San Maurizio zu erreichen. Rechnet vom Arco della Pace aus mit etwa 20 bis 25 Min., mit weniger, wenn ihr in der Nähe des Schlosses geblieben seid.
San Maurizio und Sant’Ambrogio
Diese beiden Kirchen lassen sich gut auf dem Weg zu den Kanälen besuchen. Plant 20 bis 30 Min. für San Maurizio und etwa 30 Min. für Sant’Ambrogio ein.
- San Maurizio: Beschränkt euch nicht auf den für die Gemeinde bestimmten Bereich. Im Nonnenchor entdeckt ihr den anderen Teil der ehemaligen Klosterkirche und seine Malereien. Während der Besichtigungszeiten ist der Eintritt frei.
- Sant’Ambrogio: Nach einem kurzen Spaziergang nach Südwesten könnt ihr hier den Goldaltar unter dem Ziborium entdecken. Dieses karolingische Kleinod erzählt vom Leben Christi und des Ambrosius.
- Wenn ihr euch lieber mit Naturwissenschaften beschäftigt: Das benachbarte Leonardo-da-Vinci-Museum ist einen halben Tag wert. Wenn ihr euch dafür entscheidet, haltet die Besuche in den Kirchen und im Park kürzer.
Geht anschließend weiter nach Südosten zu den Säulen von San Lorenzo am Corso di Porta Ticinese.
Von San Lorenzo zu den Navigli-Kanälen
Ein Stopp von 15 bis 20 Min. bei den Säulen reicht aus, wenn ihr vor allem den Abend an den Kanälen genießen möchtet. Wenn ihr die Basilika betretet, solltet ihr euch besonders die Kapelle Sant’Aquilino mit ihren antiken Mosaiken ansehen; plant dafür Zeit ein und beachtet, dass der Zugang separat erfolgt.
Geht den Corso di Porta Ticinese in Richtung Darsena hinunter und dann weiter zum Naviglio Grande. Der Fußweg dauert etwa fünfzehn Minuten. Die Route führt nach Süden und ist leicht zu verfolgen.
- Ein Detail, das ihr nicht verpassen solltet: der Vicolo dei Lavandai, eine kleine Gasse am Naviglio Grande, in der die alten Waschplätze noch erhalten sind.
- Für den Abend: Plant 1 Std. 30 Min. bis 2 Std. für den Spaziergang und den Aperitivo ein. Pizzium, Via Vigevano, 33, ist unsere Empfehlung für Pizza in der Gegend.
- Wenn ihr euch für die Bootstour entscheidet: Die unter den Highlights verlinkte Tour dauert etwa 50 Min. und ersetzt einen Teil des Spaziergangs. Berücksichtigt bei der Buchung die Zeit, zu der ihr zum Einsteigen vor Ort sein müsst.

An unserem Tag mit dem Fahrrad waren wir in dieser Reihenfolge unterwegs: Kastell, Abendmahl, San Lorenzo, Navigli. Plant euren Aufenthalt so, dass ihr rund um den gebuchten Zeitrahmen für das Abendmahl flexibel bleibt. Falls Tag 2 auf einen Montag fällt, tauscht die Tage, denn das Abendmahl und die Museen des Kastells sind dann geschlossen.
Tag 3, Option 1: Mailand weiter erkunden
Wenn ihr drei Tage in Mailand habt, lernt ihr an diesem Tag eine weitere Seite der Stadt kennen, mit Skulpturen, Kulinarik und zeitgenössischer Architektur. Ihr seid überwiegend zu Fuß unterwegs und könnt den Rückweg mit der Metro abkürzen.
Der Monumentalfriedhof
- Der Famedio: Im Eingangsgebäude befindet sich unter anderem das Grab von Alessandro Manzoni.
- Das Grabmal der Familie Campari: Haltet nach der vom Abendmahl inspirierten Figurengruppe aus Bronze Ausschau. Auf dem weitläufigen Friedhof kann man dieses Werk leicht übersehen.
- Gut zu wissen: Plant 1 Std. bis 1 Std. 30 Min. ein, der Eintritt ist kostenlos. Montags ist der Friedhof geschlossen, außer an Feiertagen. Mit dem Lageplan findet ihr die Grabmäler, ohne alle Wege ablaufen zu müssen.

Eine kulinarische Pause in Chinatown
Geht vom Ausgang nach Südwesten in Richtung der nahe gelegenen Via Paolo Sarpi. Plant etwa 1 Std. für den Spaziergang und das Mittagessen ein. Das Viertel lohnt sich vor allem wegen seiner Geschäfte und seiner Küche: eine schöne Pause zwischen den Grabmälern und den Hochhäusern von Porta Nuova.
Porta Nuova und Isola
Geht weiter nach Osten zum Corso Garibaldi und anschließend zur Piazza Gae Aulenti. Rechnet ab Chinatown mit 20 bis 25 Min. Fußweg. Die einzelnen Stationen erreicht ihr danach ebenfalls zu Fuß:
- Piazza Gae Aulenti: das Herz des modernen Viertels rund um den UniCredit Tower.
- Biblioteca degli Alberi und Bosco Verticale: Durch den Park gelangt ihr nah an die begrünten Hochhäuser heran. Es sind Wohngebäude, die ihr von außen besichtigen könnt.
- Isola: Wenn ihr noch Lust habt, weiterzulaufen, setzt euren Spaziergang durch dieses Viertel fort. Plant für all diese Stationen 1 Std. bis 1 Std. 30 Min. ein. Auf dieser Route bleibt ihr im Freien und zahlt keinen Eintritt. Anschließend könnt ihr an der Station Garibaldi FS wieder die Metro nehmen.
Tag 3, Option 2: ein Ausflug an den Comer See
Wenn ihr nach Ausflugszielen rund um Mailand sucht, könnt ihr diesen Tag am Comer See verbringen. Wir schlagen euch Varenna und Bellagio vor, zwei Orte, die sich dank der Schiffsverbindung gut miteinander kombinieren lassen.
- Am Vormittag: Nehmt einen Zug von Milano Centrale nach Varenna-Esino. Die Fahrt dauert ohne Umsteigen etwa 1 Std. 05 Min. Geht anschließend zu Fuß hinunter in den Ort und ans Seeufer, etwa zehn Minuten vom Bahnhof entfernt. Plant für Varenna ungefähr 2 Stunden ein.
- In Varenna: Lasst euch die über dem Wasser verlaufende Promenade degli Innamorati nicht entgehen. Wenn ihr einen Garten besuchen möchtet, bietet sich der kostenpflichtige Garten der Villa Monastero direkt im Ort an. Den Aufstieg zur Burg von Vezio könnt ihr euch für einen längeren Aufenthalt aufheben.
- Am Mittag: Fahrt mit dem Schiff nach Bellagio und esst dort zu Mittag. Die direkte Überfahrt ist kurz und dauert oft etwa 15 bis 20 Min. Schaut euch die Fahrpläne von Navigazione Laghi an, um eure Hin- und Rückfahrt zu planen.
- Am Nachmittag: Plant 2 bis 3 Stunden für Bellagio ein und schaut dabei auch in der Salita Serbelloni und am Seeufer vorbei. Fahrt anschließend zurück nach Varenna, um euren Zug nach Mailand zu nehmen. Kauft die Zugtickets und plant zwischen der Ankunft des Schiffs und der Abfahrt des Zuges genügend Zeit ein.
- Unser Tipp: Beschränkt euch auf diese beiden Orte, statt noch Como hinzuzunehmen und dadurch länger unterwegs zu sein. Informationen zu den Gärten und kostenpflichtigen Besichtigungen findet ihr in unserem Reiseführer für Varenna und unserem Reiseführer für Bellagio.

Seid ihr lieber mit Begleitung unterwegs? Der weiter unten vorgestellte organisierte Ausflug bietet euch einen Tagesausflug ab Mailand. Er hat ein eigenes Programm und ist eine Alternative zu dieser Tour auf eigene Faust.
Wo in Mailand übernachten? Unsere Lieblingsunterkünfte

Wir hatten lange überlegt, ob wir nicht doch Brera Apartments Alla Scala buchen sollten, ebenfalls sehr gut in der Nähe der Scala gelegen. Ein Apartment hat den Vorteil, dass ihr eure Mahlzeiten leichter selbst zubereiten könnt. Wir haben diese Unterkunft nicht selbst ausprobiert: Sie war die andere Option, die wir in Betracht gezogen hatten.
Ein Ausflug an den Comer See
Diesen Ausflug ab Mailand könnt ihr für euren optionalen dritten Tag einplanen oder euren Aufenthalt dafür verlängern. Einzelheiten zur Anreise findet ihr in unserem Ratgeber zur Anreise von Mailand an den Comer See.
Wenn ihr eure Reise durch Italien fortsetzen möchtet, empfehlen wir euch, den Comer See zu besuchen. Die Schönheit dieses Ortes mit seinem Wasser, seinen Dörfern und Bergen hat uns verzaubert. Die Stadt Como ist von Mailand aus in weniger als einer Stunde erreichbar, aber um die anderen Uferabschnitte zu erkunden, braucht ihr mehr Zeit.
Für die Anreise habt ihr drei Möglichkeiten:
- Mit dem Zug: Plant etwa 40 Minuten von Milano Centrale nach Como San Giovanni ein oder etwas mehr als eine Stunde bis Varenna-Esino. Das ist eine praktische Möglichkeit, wenn ihr den See ohne Auto erkunden möchtet.
- Mit dem Auto: Wir empfehlen euch, die Mietwagenangebote in Mailand bei Discover Cars zu vergleichen. Bei unserer Reise im April hatten wir einen Mietwagen von Hertz für 50 € für vier Tage gefunden. Das war der Preis unserer Buchung und zeigt euch vor allem, was für ein Schnäppchen wir damals gemacht haben.
- Ein organisierter Ausflug: Ihr könnt einen Tagesausflug ab Mailand nach Como, Bellagio und Lugano buchen, bei dem die Transfers und eine Bootsfahrt inbegriffen sind. Diese Option bietet sich an, wenn ihr lieber einem organisierten Programm folgt.
Eure Fragen vor der Reise
Lohnt sich ein Besuch in Mailand?
Ja, wir finden, Mailand ist einen Besuch wert, besonders wenn ihr euch für Kultur interessiert und auf euren Reisen gern Sehenswürdigkeiten, Stadtviertel und empfehlenswerte Lokale entdeckt. Uns haben das Museumsangebot, die Küche und die Atmosphäre gefallen.
Die Stadt ist von Frankreich aus gut erreichbar, und günstige Flüge können die Reise preislich attraktiv machen. Vergleicht aber die Kosten für die gesamte Anreise, denn bei einem Flug nach Bergamo kommt noch der Shuttle nach Mailand hinzu.
Vor Ort habt ihr die Wahl zwischen zahlreichen Museen und Kunstgalerien, dem Abendmahl und dem Mailänder Dom. Und wie so oft in Italien lassen wir uns Pasta, Pizza und Gebäck schmecken. Wir empfehlen euch einfach, auch Zeit für Spaziergänge einzuplanen: Wenn ihr nur von einer kostenpflichtigen Sehenswürdigkeit zur nächsten eilt, könnt ihr die Stadtviertel nicht so richtig genießen.

Wie viele Tage sollte man einplanen?
Wir empfehlen euch zwei volle Tage für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und drei Tage, wenn ihr zusätzlich Museen oder weitere Stadtviertel erkunden möchtet. Wenn ihr Mailand an einem Tag besuchen möchtet, konzentriert euch auf den Dom, die Galleria und einen Spaziergang durch das Zentrum. Der dritte Tag unserer Route ist optional; ihr könnt ihn auch am Comer See verbringen.
Was kann man an einem Tag in Mailand unternehmen?
Für einen ersten Eindruck empfehlen wir euch, am Vormittag den Dom und seine Dachterrassen zu besuchen und anschließend die Galleria Vittorio Emanuele II gleich nebenan. Nach dem Mittagessen könnt ihr entweder einen Spaziergang zum Castello Sforzesco und zum Parco Sempione machen oder das Viertel Brera erkunden. Wenn ihr noch Zeit habt, könnt ihr den Tag an den Navigli ausklingen lassen. Falls das Abendmahl für euch Priorität hat und ihr ein Ticket bekommen habt, richtet euren Tagesplan nach dem gebuchten Zeitfenster aus und plant weniger andere Besichtigungen ein.
Was kann man kostenlos besichtigen?
Um Mailand zu entdecken, ohne ständig Eintritt zu zahlen, bieten sich die Galleria Vittorio Emanuele II, die Piazza del Duomo, die Piazza Mercanti, die Innenhöfe des Castello Sforzesco und der Parco Sempione an. Auch Spaziergänge durch Brera, Chinatown, Porta Nuova und entlang der Navigli sind kostenlos. Außerdem könnt ihr den Monumentalfriedhof und die Fresken von San Maurizio während der Öffnungszeiten besichtigen. Die Museen im Castello und die kostenpflichtigen Besichtigungen der Sehenswürdigkeiten sind von diesen frei zugänglichen Bereichen zu unterscheiden.
Wann ist die beste Reisezeit?
Wir empfehlen euch April, Mai und Juni oder September und Oktober, um Mailand zu Fuß und mit dem Fahrrad zu erkunden. Im Sommer kann es heiß werden, besonders auf den Dachterrassen und bei längeren Spaziergängen. Juli und August kommen ebenfalls infrage, wenn euch die Hitze nichts ausmacht; wählt dann eine Unterkunft mit Klimaanlage.
Wir waren im Mai dort und hatten drei sonnige Tage mit milden Temperaturen. Für unser verlängertes Wochenende fanden wir diese Reisezeit sehr angenehm.

Welchen Flughafen wählen?
Mailand hat drei Flughäfen. Wir empfehlen euch, vor der Buchung auf ihre Lage zu achten, denn bei einem Kurztrip können Dauer und Kosten des Transfers den Unterschied machen.
- Malpensa: Der Malpensa Express bringt euch in etwa 37 Minuten vom Terminal 1 nach Milano Cadorna oder in etwa 50 Minuten nach Milano Centrale. Die einfache Fahrt für Erwachsene kostet 15 €. Wählt den Ankunftsbahnhof passend zur Lage eures Hotels und fahrt bei Bedarf mit der U-Bahn weiter.
- Bergamo Orio al Serio: Dieser Flughafen liegt weiter entfernt. Ausführliche Informationen zum Transfer findet ihr in unserem Artikel über den Shuttlebus von Bergamo nach Mailand. Die Shuttlebusse erreichen Milano Centrale in etwa einer Stunde, je nach Verkehr. Rechnet mit rund 10 € für die einfache Fahrt. Ihr könnt euer Busticket im Voraus buchen: Die Fahrt erfolgt in einem klimatisierten Reisebus, die Gepäckmitnahme ist im Preis enthalten.
- Linate: Mit der U-Bahn-Linie M4 erreicht ihr San Babila direkt in etwa 12 Minuten. Das Stadtticket kostet 2,20 € und gilt 90 Minuten lang für die Weiterfahrt in den Zonen Mi1 bis Mi3.
Wir empfehlen euch, mit einer Flugsuchmaschine die verschiedenen Fluggesellschaften und die drei Flughäfen zu vergleichen. Für unsere Reise haben wir 40 € für Hin- und Rückflug bezahlt: ein echtes Schnäppchen, um die Stadt zu entdecken!
Wie reist man mit dem Zug aus Frankreich an?
Mit dem Zug kommt ihr direkt in der Stadt an. Vom Bahnhof Paris Gare de Lyon fahren TGV INOUI nach Milano Porta Garibaldi. Plant für die Fahrt einen guten Teil des Tages ein, in der Regel etwa 7 bis 8 Stunden ab Paris und 5 bis 6 Stunden ab Lyon, je nach gewähltem Zug.
Matthieu hat diese Möglichkeit genutzt, um an einem Radrennen in Mailand teilzunehmen. Für den Transport der Fahrräder war das die günstigste Lösung. Wenn man die Landschaft vorbeiziehen sieht, vergeht die Fahrt schnell, und dank WLAN an Bord kann man auch arbeiten. Wenn ihr mit einem Fahrrad reist, prüft vor der Buchung die Bedingungen für die Fahrradmitnahme in eurem Zug.
Wie kommt man vor Ort von A nach B?
Wenn ihr Mailand zu Fuß erkunden möchtet, konzentriert euch auf die Altstadt, wo mehrere Sehenswürdigkeiten und Viertel nah beieinanderliegen. Für längere Strecken empfehlen wir euch die U-Bahn: Mailand hat inzwischen fünf Linien, M1, M2, M3, M4 und M5. Auch mit dem Fahrrad waren wir gerne unterwegs, besonders an unserem dritten Tag.
In der Stadt gibt es auch Busse und Straßenbahnen, die wir auf unseren Reisen allerdings seltener nutzen. Mit den Stadttickets könnt ihr die verschiedenen Verkehrsmittel innerhalb der vom Ticket abgedeckten Zonen nutzen.
| Fahrkarte | Preis für Erwachsene | Gültigkeit |
|---|---|---|
| Stadtticket | 2,20 € | 90 Minuten ab der ersten Entwertung, Zonen Mi1 bis Mi3. |
| Tageskarte | 7,60 € | 24 Stunden ab der ersten Entwertung. |
| 3-Tage-Ticket | 15,50 € | Drei aufeinanderfolgende Betriebstage, bis zum Betriebsschluss am dritten Tag. |
Wir empfehlen euch, das Ticket danach auszuwählen, welche Fahrten ihr plant. Wenn ihr in der Nähe des Doms übernachtet und viel zu Fuß unterwegs seid, reichen vielleicht ein paar Einzelfahrkarten. Das 3-Tage-Ticket gilt nicht für 72 Stunden ab der ersten Entwertung, anders als das Tagesticket, das tatsächlich 24 Stunden lang gültig ist. Für den Malpensa Express und die Shuttlebusse von Bergamo benötigt ihr separate Fahrkarten.
Kann man die Fahrräder von BikeMi nutzen?
Für diesen letzten Tag haben wir Fahrräder gemietet, um die weiter entfernten Orte auf unserer Liste zu erreichen. Für diese Route fanden wir das Fahrrad praktisch. Mailand hat zwar Radwege, aber nicht in jeder Straße: Passt eure Route entsprechend an, besonders in Bereichen mit Straßenbahnschienen.

Wir haben BikeMi genutzt, das städtische Fahrradverleihsystem, vergleichbar mit Vélocub in Bordeaux und Vélib’ in Paris. Das Abo kostet 4,50 € für 24 Stunden oder 9 € für eine Woche. Dazu kommen Nutzungsgebühren, die vom gewählten Fahrrad und der Fahrtdauer abhängen.
Ihr könnt euch heute auf der Website oder in der BikeMi-App registrieren und dann über die App ein Fahrrad entsperren. Bei einem herkömmlichen Fahrrad sind die ersten 30 Minuten jeder Fahrt inbegriffen. Danach kostet die Nutzung 0,50 € je zusätzliche halbe Stunde, bis zu einer Gesamtdauer von zwei Stunden. Für E-Bikes gelten andere Tarife.
BikeMi ist für kurze Fahrten gedacht: Ihr müsst das Fahrrad an einer Station zurückgeben und dürft es nicht länger als zwei Stunden am Stück behalten. Wir empfehlen euch, es vor einer längeren Besichtigung abzugeben und für die nächste Etappe wieder eines auszuleihen.

Braucht man ein Auto?
Für die Besichtigungen in diesem Artikel empfehlen wir euch, zu Fuß, mit der U-Bahn oder mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Ein Auto bringt vor allem zusätzlichen Aufwand beim Parken und im Verkehr mit sich. Ein Mietwagen lohnt sich eher, wenn ihr eure Reise außerhalb der Stadt fortsetzt; für den Comer See bleibt der Zug eine praktische Option.
Welches Budget solltet ihr einplanen?
Rechnet mit 500 bis 900 € für ein Paar für drei Tage und zwei Nächte, wenn ihr euch ein Zimmer teilt, ohne die An- und Abreise nach Mailand. Das entspricht bei zwei Reisenden 250 bis 450 € pro Person; bei Alleinreisenden fällt das Zimmer im persönlichen Budget stärker ins Gewicht. Um am unteren Ende dieser Spanne zu bleiben, vergleicht die Unterkünfte, wählt nur einige kostenpflichtige Besichtigungen aus und nutzt die kostenlosen Möglichkeiten: die Stadtviertel, die Plätze, den Park und die Innenhöfe des Schlosses.
Das Standard-Kombiticket für den Dom kostet offiziell 22 € mit Treppenaufstieg oder 26 € mit Aufzug, und für das Letzte Abendmahl kostet die einfache Eintrittskarte 15 €. Das sind nicht die Preise für Führungen, bei denen weitere Leistungen enthalten sind. Prüft bei einem möglichen Sightseeing-Pass, ob er sich für das Programm lohnt, das ihr tatsächlich machen werdet.
Was kann man bei Regen unternehmen?
Wählt ein Museum nach euren Interessen: die Pinacoteca di Brera oder die Pinacoteca Ambrosiana für Malerei, das Museum für Wissenschaft und Technik für Erfindungen und Verkehrsmittel, Leonardo3 für einen kürzeren Besuch, die Triennale für Design oder die Fondazione Prada für zeitgenössische Kunst. Auch die Galleria Vittorio Emanuele II bietet sich für einen überdachten Spaziergang an. Plant pro Halbtag nur ein großes Museum ein.
Welche Aktivitäten eignen sich mit Kindern?
Für einen Aufenthalt in Mailand mit Kindern empfehlen wir euch, Besichtigungen mit Spaziergängen im Parco Sempione oder an den Kanälen abzuwechseln. Das Museum für Wissenschaft und Technik und Leonardo3 können Kinder begeistern, die sich für Erfindungen interessieren. Informiert euch vor der Wahl eures Tickets für die Dachterrassen des Doms über die Zugangsbedingungen und die Nutzung von Kinderwagen. Entscheidet je nach Alter und Empfindsamkeit eurer Kinder, ob ein Besuch im Beinhaus von San Bernardino passend ist.
Welche Besichtigungen solltet ihr im Voraus buchen?
Bucht zuerst die Besichtigung des Letzten Abendmahls, dann den Dom und die Führungen, die ihr auf keinen Fall verpassen möchtet. Kümmert euch auch um die Unterkunft und den Transfer, falls ihr in Bergamo ankommt. Prüft bei den anderen Museen die Zeitfenster, Ruhetage und Ticketbedingungen. Lasst euch anschließend noch Zeit, um die Viertel zu erkunden und unsere Empfehlungen auszuprobieren.
Jetzt habt ihr unsere Tipps, um eure Besichtigungen auszuwählen und euren Aufenthalt in Mailand zu planen. Ihr könnt uns unten eine kurze Nachricht, eine Bewertung oder eure Fragen hinterlassen oder uns auf Instagram schreiben. Wir antworten euch gerne!








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